15.09.2026

Austausch auf Ibiza – Mehr als nur Sonne und Strand

Vor Beginn der Sommerferien hatte ich das Privileg, Teil eines Erasmus-Schüleraustauschs nach Ibiza zu sein.

Ein Beitrag von Theodor Schörnig

Nach einem langen Hin und Her zwischen meinen Eltern und den verantwortlichen Ansprechpersonen stand ich mit einem gepackten Koffer, welcher fast nur aus Badesachen bestand, am Flughafen in Ibiza. Um ehrlich zu sein, fühlte ich mich erst einmal ein bisschen verloren. Alle sprachen Spanisch so schnell, dass ich nur die Hälfte verstand, und das war ich einfach noch nicht gewohnt.

Zehn Minuten später wurde ich schon von meiner Gastmutter Regina abgeholt. Obwohl eine offensichtliche Sprachbarriere zwischen uns bestand, da mein Spanisch ca. so gut wie ihr Englisch war, verstanden wir uns prächtig. Nach einer einstündigen Autofahrt zur Mitte der Insel kamen wir bei meiner ersten Unterkunft für die drei Wochen an. Ich wurde sehr herzlich empfangen und fuhr gleich danach mit der Familie zu einem Restaurant.

Der folgende Tag war ein sehr besonderer für mich, da es mein erster Schultag in einer spanischen Schule war. Nach einer kleinen Führung von einem der Lehrer saß ich bereits in einer Klasse. Was mich sehr überrascht hat war, dass in der Schule kein Spanisch gesprochen wurde, sondern ausschließlich Katalanisch. Dies hat mich am Anfang ein bisschen überwältigt, da ich »nada« im Unterricht verstanden habe. Irgendwann wusste ich aber auch damit umzugehen.

Nach der Hälfte des Schultags hatten wir dann eine halbe Stunde Pause, in welcher alle Schüler auf den Schulhof gedrängt wurden. Sobald ich den Schulhof betrat, wurde ich von allen angeschaut, als wäre ich ein Außerirdischer. Das war aber auch zu erwarten, da ich einfach ganz anders als die Spanier aussah. Schnell habe ich eine kleine Gruppe gefunden, mit der ich dann Fußball gespielt habe. Nach Ende des Schultags ging ich mit meiner Gastschwester Amaya zum Strand. Nach ein paar Tagen wechselten wir von Reginas Haus zur Unterkunft von Amayas Vater. Das war wesentlich angenehmer, da wir jetzt nicht immer herumchauffiert werden mussten, um von A nach B zu kommen.

Für mich entwickelte sich schnell eine Routine aus Schule, Essen, Strand, Entspannung und gelegentlichen touristischen Aktivitäten. So verging die Zeit für mich wie im Flug, ich war im spanischen Paradies. Der Höhepunkt meines Aufenthalts war, als ich mit der Schulklasse auf eine Insel namens Formentera gefahren bin. Wir haben die ganze Zeit Beachvolleyball gespielt und sind schwimmen gegangen. Auch wenn ich von oben bis unten Sonnenbrand hatte, war es einer der besten Tage meines Lebens.

Alles in allem kann ich jedem eine Erasmus-Reise empfehlen, da man so viel Neues kennenlernen und entdecken kann, zum Beispiel: neues Essen, neue Freunde, neue Kulturen und so viel mehr. Ich habe nach meinem Aufenthalt erkannt, dass man manchmal aus seiner Komfortzone steigen muss, um neue Erfahrungen zu machen. Diese Reise war wirklich der beste Weg, um das Schuljahr zu beenden.